Trotz starker Gladbach-Saison: Darüber ärgert sich Gerardo Seoane

Mit der bisherigen Saisonleistung seiner Mannschaft kann Gerardo Seoane zufrieden sein. Mitten im Kampf um Europa hadert der Schweizer allerdings mit der Verfügbarkeit seiner Torhüter.
Gerardo Seoane
Gerardo Seoane / Pau Barrena/GettyImages
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Mitten in der wohl heißesten Saisonphase muss Borussia Mönchengladbach ohne seine beiden besten Torhüter auskommen: Während Jonas Omlin noch mindestens zwei Wochen fehlen wird, ist die Saison für Stammkeeper Moritz Nicolas vorzeitig gelaufen. Eine Situation, mit der auch Trainer Gerardo Seoane nicht zufrieden sein kann.

"Das habe ich in dieser Form auch noch nicht erlebt, dass jeder Torhüter mal zum Einsatz kommt", ärgert sich Seoane im Sky-Interview. "Das Torhüterteam an sich hat eine sehr gute Energie. Sie unterstützen sich immer stark gegenseitig. Natürlich freut uns auf der einen Seite, dass mit Tiago Pereira Cardoso so ein junges Torhütertalent zum Einsatz kommt. Auf der anderen Seite zeigt das aber natürlich auch die aktuelle Problematik auf der Position. Wir haben gerade nicht die Konstanz einer klaren Nummer eins im Tor."

Mit den bishierigen Auftritten vom erst 18-jährigen Cardoso ist der Schweizer aber absolut zufrieden: "Was sich aber nicht verändert hat, ist die Konstanz unserer Leistung im Tor. Alle Torhüter haben absolut performed. Wir können uns sehr glücklich schätzen, sie zu haben", schwärmt Seoane, der dadurch mit seinen Kollegen schon bald vor einer schwierigen Aufgabe steht: "Sobald dann alle wieder fit sind, ist es die Aufgabe vom Trainerteam, die Rollen neu zu definieren. Sobald Jonas Omlin und Moritz Nicholas wieder da sind, ist klar, dass es mögliche Veränderungen geben kann", kündigte er an.

Europa als großes Ziel? "Das sehe ich nicht als notwendig an"

Trotz Platz fünf und der großen Chance, in der kommenden Saison wieder in einem europäischen Wettbewerb zu stehen, will Seoane sieben Spieltage vor Schluss (noch) keine großen Ziele aufrufen: "Das sehe ich nicht als notwendig an. Ich glaube, dass wir hier alle maximal ambitioniert sind und eine sehr gute Ausgangslage geschaffen haben. Wir wissen: Wenn wir weiter so performen können wie in den vergangenen Wochen und der Spielverlauf wie zuletzt eher positiv für uns ist, dann sehen wir da natürlich Möglichkeiten, unsere Ausgangszielrichtung zu verbessern."

"Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung und müssen konstant das abrufen, was uns zuletzt stark gemacht hat. Wir wollen noch sieben Mal die bestmögliche Leistung auf den Platz bringen. Die nächsten Seiten müssen noch geschrieben werden", so Seoane vor dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli am Sonntag (15.30 Uhr).


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