Rot in Kiel: So lange muss der VfB Stuttgart auf Leonidas Stergiou verzichten
Von Simon Zimmermann

Der VfB Stuttgart blieb in Kiel im vierten Bundesliga-Spiel in Serie ohne Sieg. Der Vizemeister hat es mit dem 2:2-Remis verpasst, die Patzer der Konkurrenz auszunutzen und wieder näher an die Europapokal-Plätze heranzurücken. Immerhin konnten die Schwaben in Unterzahl noch den Ausgleich erzielen.
Vor dem Treffer von Joker Ermedin Demirovic (55. Minute) flog Leonidas Stergiou mit glatt Rot vom Platz. Der VfB-Verteidiger verstolperte einen Ball und brachte im Anschluss Kiels Steven Skrzybski als letzter Mann kurz vor dem Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Bastian Dankert blieb nichts anderes übrig, als den 23-jährigen Schweizer vom Platz zu stellen.
Zu Wochenbeginn gab das DFB-Sportgericht die Sperre für Stergiou bekannt. Wie erwartet wurde Sergiou "im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen belegt". Der VfB hat dem Urteil zugestimmt, damit ist es rechtskräftig.
Stergiou, der in der laufenden Bundesliga-Saison acht Mal zum Einsatz kam (sieben Startelf-Einsätze), wird damit in den kommenden beiden Duellen vor und nach der Länderspielpause fehlen. Und die haben es in sich: Zunächst empfängt man am Sonntag (19:30 Uhr) Meister Bayer Leverkusen. Am 29. März geht es zum Samstagabend-Topspiel (18:30 Uhr) zur Frankfurter Eintracht.
Zwei enorm wichtige Spiele, die darüber entscheiden könnten, ob der VfB auch in der kommenden Saison international vertreten sein wird. Immerhin wird Trainer Sebastian Hoeneß trotz der Stergiou-Sperre in der Defensive wieder mehr Optionen haben. In Kiel waren gleich sechs Verteidiger ausgefallen - unter anderem Jeff Chabot und der Gelb-gesperrte Winter-Neuzugang Finn Jeltsch. Beide dürften gegen Leverkusen wieder in der Startelf stehen.
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