Weniger als gedacht: Mit so vielen Fans plant der BVB die neue Saison
Von Stefan Janssen

Mitte September wird die Bundesliga aller Voraussicht nach ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen, womöglich sogar mit einigen Zuschauern. Der BVB plant dabei mit einer sehr geringen Zuschauerzahl - und das im größten Stadion Deutschlands.
Maximal 15.000 Zuschauer möchte Borussia Dortmund nach aktuellem Stand der Dinge zur Saisoneröffnung in den Signal-Iduna-Park lassen, dies berichtet die Bild. Normalerweise hat das Heimstadion der Schwarz-Gelben ein Fassungsvermögen von über 81.000 Zuschauern.
"Wir sind in engstem Austausch mit allen Institutionen. Nach derzeitigem Stand planen wir bei unserem ersten Heimspiel der neuen Saison im September mit 12.000-15.000 Zuschauern im Signal-Iduna-Park", bestätigte Dortmunds Geschäftsführer Carsten Cramer der Sport Bild. "Unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Abstandsregeln, von denen wir bei unserer Planung ausgehen, scheint eine Zuschauerzahl in dieser Größenordnung darstellbar zu sein."
Diese Zahl dürfte ein Schock für viele Fußballfans sein, auch über den BVB hinaus. Wenn dort schon nur maximal 15.000 Zuschauer ins Stadion gelassen werden, wie soll es dann in kleineren Arenen aussehen? Der kicker hatte zuletzt aufgrund des Leitfadens der DFL geschätzt, wie viele Zuschauer die Bundesligisten bei ihren Spielen zulassen könnten und war bei Borussia Dortmund auf eine Zahl zwischen 21.000 und 30.000 Zuschauer gekommen. Daraus wird wohl nichts.
Aktive Fanszene verzichtet auf Stadionbesuch
Der aktiven Fanszene des BVB wird die Nachricht noch weniger schmecken als ohnehin schon: Thilo Danielsmeyer vom Fanprojekt hatte kürzlich klar gestellt, dass die aktiven Fans auf einen Besuch des Stadions verzichten würden, sollten nur Teile der Fans erlaubt sein. Eine faire Regelung, wer ins Stadion dürfe und wer nicht, sei nicht möglich. Angesichts von allein 55.000 Dauerkarteninhabern für also bald höchstens 15.000 Plätze kann man dem schwer widersprechen.