Transfervorschläge: Mit wem sich der HSV verstärken sollte
Von Simon Hartmann
Julius Biada, Elias Kachunga, Moritz Heyer oder Peter Michorl: Viele Namen schwirrten bereits als potentielle Neuzugänge durch die Hansestadt. Ob die oben genannten Spieler die Aufstiegs-Träume der HSV-Fans wirklich in die Realität umwandeln können, wird bezweifelt. Deshalb haben wir uns einige alternative Namen angeschaut.
Marktwerte laut transfermarkt.de
Kevin Ehlers - Dynamo Dresden - Marktwert: 1,5 Millionen Euro
Der große Schwachpunkt ist schnell gefunden: Die Abwehr. Wer sich 46 Gegentreffer fängt, der merkt schnell, woran es gelegen hat, wenn man eben nicht den Aufstieg schafft. Nun stehen die Norddeutschen vor einem defensiven Umbruch. Könnte ein Dresdner hierbei eine Hauptrolle spielen?
Kevin Ehlers ist ein erst 19-jährige Innenverteidiger und unangefochtener Stammspieler bei Absteiger Dynamo Dresden. Ehlers wurde durch Verletzungen immer wieder ausgebremst, aber dennoch kehrte er jedes mal stark zurück. In Liga drei wird der deutsche Junioren-Nationalspieler wohl nicht gehen. Beim HSV könnte er weiter reifen und erneut schon in jungen Jahren Verantwortung übernehmen. Allerdings ist die Konkurrenz groß: Bayern München, Bayer Leverkusen und Schalke 04 sollen bereits im Winter Interesse gezeigt haben.
Benedikt Höwedes - Vereinslos - Marktwert: Drei Millionen Euro
Auf den ersten Blick mag dem Leser ein: "Wieso der denn?" entweichen. Bei weiterem Nachdenken könnte ein Transfer allerdings durchaus Sinn ergeben. Denn ein weiteres Kernproblem der Hanseaten kann man schnell erfassen: Es fehlt die Mentalität und der Wille, die Punkte nicht mehr aus der Hand zu geben. Über zehn Gegentreffer in der Nachspielzeit dienen hierfür als gutes Beweisstück.
Einer, der absoluten Willen und Kampfbereitschaft ausstrahlt, ist Benedikt Höwedes, der den jungen Defensivkollegen wie Vagnoman, Van Drongelen oder David den Halt geben könnte, um befreiter aufzuspielen. Laut Mopo will der HSV sich mit ihm jedoch derzeit nicht weiter beschäftigen.
Max Besuschkow - Jahn Regensburg - Marktwert: Eine Million Euro
Er war wohl der herausragende Mann der Hinrunde: Adrian Fein. Im neuen Jahr ließ er viel vermissen, aber nichtsdestotrotz wird er den Männern von der Elbe schmerzhaft fehlen. Die Lösung für das nun im Mittelfeld klaffende Loch könnte aber gar nicht weit entfernt liegen: Wieso bedient man sich nicht einfach noch einmal in Regensburg?
Dieses mal handelt es sich um Max Besuschkow. Im Sommer kam er für 100.000 Euro an die Donau. Als zentraler Mittelfeldspieler gelangen dem Deutsch-Russen sechs Treffer und zwei Vorlagen. Er hat eine ähnliche Spielanlage wie Fein und kann das Spiel gezielt mit Offensivimpulsen versorgen.
Cedric Itten - FC. St Gallen - Marktwert: 2,4 Millionen Euro
Sah man, dass der HSV ein Tor erzielte, konnte man recht sicher darauf wetten, dass Joel Pojanpahlo daran beteiligt war. Der Finne war jedoch nur ausgeliehen und weilt wieder bei Bayer Leverkusen. Neun Treffer in 14 Partien kann man nicht so leicht kompensieren. Ein echter Coup und würdiger Nachfolger, wäre aber Cedric Itten.
Der 23-Jährige spielte mit St. Gallen eine überragende Saison, welche man am letzten Spieltag mit Platz zwei krönen konnte. Mit 19 Scorerpunkten hat der Schweizer Nationalspieler großen Anteil an diesem Erfolg. Mit einer Körpergröße von 1,89 Meter verfügt er zudem über eine gute Statur und könnte sich gut von Tim Leibold mit Flanken versorgen lassen.