Die 50 besten afrikanischen Fussballer aller Zeiten
Von Christian Gaul
In den letzten Jahrzehnten brachte der afrikanische Kontinent eine Vielzahl herausragender Fußballer hervor, dennoch schaffte es keine Mannschaft bislang in ein WM-Halbfinale. Zwar haben wir hier satte 50 zusammengetragen, es hätten aber auch mindestens 100 verdient.
Man denke an Chokri El Ouaer und Issam Jemaa (Tunesien), Idrissa "Gana" Gueye, Henri Camara und Khalilou Fadiga (Senegal), Ahmed Musa, Taribo West und Peter Odemwingie (Nigeria), Noureddine Naybet, Salaheddine Bassir und Hakim Ziyech (Marokko), die Ayew-Brüder, Asamoah Gyan, Abédi Pelé und Thomas Partey (Ghana), sowie Jacques Songo'o, Francois Omam-Biyik und Pierre Womé (Kamerun).
Zudem ist es nahezu unmöglich, Spieler generationsübergreifend fair in ein Ranking einzuordnen. Es darf also gerne diskutiert werden, welcher Afrikaner der beste Fußballer aller Zeiten war bzw. ist!
Spieler, die zwar in Afrika geboren sind, sich jedoch für eine Nationalmannschaftskarriere bei einer nicht-afrikanischen Nation entschieden, wurden vorab disqualifiziert.
50. Franck Kessié - Elfenbeinküste
Der 23-jährige Mittelfeldspieler vom AC Mailand gilt als große Hoffnung für die Wiederauferstehung Milans. Als physisch starkem Box-to-Box-Spieler wird Kessié eine große Karriere vorhergesagt. Vorerst ist er allerdings bis 2022 an die Rossoneri gebunden.
49. Vincent Enyeama - Nigeria
Der Torhüter hat gemeinsam mit Joseph Yobo die meisten Länderspiele für Nigeria bestritten - 101 Partien machte Enyeama für sein Land. Zu seiner Hochphase bewies er, dass gute Torhüter nicht nur aus dem Norden Afrikas kommen können und widerlegte das Bild vom "westafrikanischen Fliegenfänger".
48. Idriss Carlos Kameni - Kamerun
Was für Enyeama gilt, gilt auch für Kameni. Doch während sein nigerianisches Pendant in der Ligue 1 fast 150 Spiele machte, stand Kameni in über 330 Partien für Malaga und Espanyol in La Liga zwischen den Pfosten und holte dabei einmal den Königspokal. Zudem wurde er im Jahr 2000 Olympiasieger mit Kamerun.
47. Didier Zokora - Elfenbeinküste
Der Rekord-Nationalspieler der "Elefanten" machte besonders bei Tottenham und dem FC Sevilla auf sich aufmerksam. 123 Spiele bestritt er für sein Land und nahm von 2006 bis 2014 an drei Weltmeisterschaften teil.
46. Alex Song - Kamerun
Sieben Jahre bei Arsenal - vier Jahre beim FC Barcelona. Doch in Spanien wurde Alex Song nie glücklich. Nach mehreren Leihen ist der 32-Jährige aktuell vereinslos.
45. Rigobert Song - Kamerun
Der Onkel von Alex Song bestritt 137 Partien für die "unzähmbaren Löwen" - keiner hat mehr auf dem Konto. Nach Stationen in Liverpool und auch beim 1. FC Köln wurde der Verteidiger zum Ende seiner Karriere in der Türkei glücklich.
44. Gervinho - Elfenbeinküste
Der Flügelstürmer kam über den OSC Lille und Arsenal zur AS Rom, ging nach drei Jahren in der italienischen Hauptstadt nach China und verdingt sich mittlerweile in Parma. Für die Elfenbeinküste steht er aktuell bei 84 Spielen und 22 Toren.
43. Patrick M'Boma - Kamerun
Der "Kleiderschrank mit dem Dampfhammer" war in der Nationalmannschaft über Jahre der kongeniale Sturmpartner des jungen Samuel Eto'o. Auf Vereinsebene klopften nie die ganz großen Klubs bei M'Boma an, der seine Karriere in Japan ausklingen ließ. Für Kamerun machte er hingegen 33 Tore in 58 Spielen.
42. Joseph Yobo - Nigeria
Gemeinsam mit Torwart Enyeama ist Yobo Rekord-Nationalspieler der "Super-Eagles". Der physisch starke Innenverteidiger machte zudem 220 Spiele für Everton in der Premier League und galt als "unangenehmer Gegenspieler"...
41. Anthony Yeboah - Ghana
"Tony" Yeboah ist jedem deutschen Fan ein Begriff, sorgte der Stürmer doch in Saarbrücken, Frankfurt und beim HSV für Aufsehen. 223 Bundesligaspiele und 96 Tore sind eine starke Quote!
40. Benni McCarthy - Südafrika
Der Südafrikaner kam aus der Ajax-Jugend und machte besonders in jungen Jahren auf sich aufmerksam. 26 Tore in 58 Länderspielen sind immer noch der Höchstwert bei "Bafana Bafana".
39. Sunday Oliseh - Nigeria
Köln, Bochum, Dortmund - Sunday Oliseh fühlte sich in Deutschland wohl. Allerdings stand der Abräumer mit dem harten Schuss auch für Juve und Ajax auf dem Feld. Sein Siegtreffer zum 3:2 für Nigeria gegen Spanien leitete das Vorrundenaus der Iberer bei der WM 1998 ein. Insgesamt kann er 63 Länderspiele vorweisen.
38. Kwadwo Asamoah - Ghana
Der Strippenzieher, der sich auf der Zehn, der Acht, der Sechs oder allen linken Außenpositionen "am wohlsten fühlt", bestritt fast 200 Spiele für Juve, Udinese, den FC Turin und aktuell Inter in der Serie A. Für die "Black Stars" lief er bislang 71 mal auf.
37. Wael Gomaa - Ägypten
Der beinharte Abwehrchef verbrachte - bis auf ein Jahr in Katar - seine gesamte Karriere bei El Ahly in Kairo. Für die "Pharaonen" stand er in über 100 Länderspielen auf dem Feld und gewann dabei dreimal den Afrika-Cup. Zwar debütierte er erst mit 25 Jahren für sein Land, dafür stand er aber auch mit 38 noch auf dem Feld.
36. Marc-Vivien Foe - Kamerun
Der 2003 tragisch verstorbene Mittelfeldspieler gilt als einer der Vorreiter des modernen "Achters". Mit Lens und Lyon gewann er jeweils die französische Meisterschaft, bis er beim Confed Cup 2003 mit nur 28 Jahren einem Herzleiden erlag.
35. Emmanuel Amunike - Nigeria
Der Stürmer war Anfang der 90er auch kurz in Duisburg auf Torejagd, bevor es ihn zu Sporting Lissabon und dem FC Barcelona zog. Seinen großen Auftritt hatte er jedoch bei der WM 1994, als er mit Nigeria gegen die damals starken Bulgaren und Argentinier den Gruppensieg holte.
34. Daniel Amokachi - Nigeria
Amokachi war Amunikes Sturmpartner und das Duo rockte die "Super-Eagles". Zudem kann Amokachi von sich behaupten, der erste Torschütze der Champions League zu sein, da er zur Einführung des Wettbewerbs 1992 in der ersten Gruppen-Partie in der 16. Spielminute das goldene Tor für den FC Brügge gegen ZSKA Moskau erzielte.
33. Ali Sulley Muntari - Ghana
Der Mann mit der "linken Klebe" verbrachte seine Jugend in Udinese und spielte später auch für die beiden Mailänder Top-Klubs - 270 Partien in der Serie A sind eine Hausmarke! Sein Führungstor im Viertelfinale der WM 2010 gegen Uruguay brachte Ghana ganz nah an den historischen Einzug ins Halbfinale.
32. Radhi Jaidi - Tunesien
Der Innenverteidiger ist bislang der einzige Tunesier, der über 100 Länderspiele vorweisen kann. Bis zu seinem Karriere-Ende 2012 verbrachte er ganze acht Jahre in England und bestritt für Bolton, Birmingham und Southampton fast 200 Partien.
31. Samuel Kuffour - Ghana
Die Tränen von "Sammy" Kuffour nach dem gegen ManUnited verlorenen Finale der Champions League gingen um die Welt, doch 2001 holte er sich mit dem FC Bayern den Henkelpott. Insgesamt zwölf Jahre verbrachte der Verteidiger in München und gewann dort sechsmal die Meisterschaft und viermal den DFB-Pokal.
30. Doctor Khumalo - Südafrika
Theophilus Doctorson Khumalo - der "Doktor" - machte zwar nur 50 Länderspiele, gilt jedoch aufgrund seiner Vereinskarriere bei den Kaizer Chiefs aus Johannesburg als einer der besten südafrikanischen Fußballer aller Zeiten. In fast 400 Partien für seinen Herzensklub schoss der intelligente Spielmacher über 200 Tore.
29. El-Hadji Diouf - Senegal
Auffällig bei der WM 2002, als er mit Senegal erst durch Golden Goal im Viertelfinale gegen die Türkei ausschied, führte sein Weg zu Liverpool und sieben weiteren britischen Klubs. Insgesamt kommt er auf 243 Spiele in der Premier League und wurde zudem zweimal Afrikas Fußballer des Jahres.
28. John Obi Mikel - Nigeria
Seine Hochphase hatte Obi Mikel, als er von 2006 bis 2017 für den FC Chelsea auflief. 372 Spiele absolvierte er für die Blues, bevor er London verließ. Mittlerweile ist der 33-Jährige vereinslos. Für sein Land stand er in bislang 89 Begegnungen auf dem Platz.
27. Lucas Radebe - Südafrika
Der Verteidiger kam 1994 als 25-Jähriger von den Kaizer Chiefs zu Leeds United. Dort blieb er elf Jahre, bestritt 236 Partien und beendete dann seine Karriere. Vereinstreue groß geschrieben! In 70 Spielen führte er zudem "Bafana Bafana" regelmäßig als Kapitän auf das Feld.
26. Ahmed Hassan - Ägypten
Mittelfeld-Stratege Ahmed Hassan machte 184 Länderspiele, mehr als jeder andere Spieler - auf der ganzen Welt. Denn bislang konnte kein Profi - egal welcher Nation - diesen Wert toppen. Mit 38 Jahren beendete er 2013 seine Karriere und wartet bis heute gespannt, wer ihn überholen wird.
25. Hossam Hassan - Ägypten
Nicht verwandt mit Ahmed Hassan, liegt Stürmer Hossam Hassan nur knapp dahinter - 178 mal spielte er für sein Land. Allerdings war für ihn mit 38 Jahren noch nicht Schluss, er netzte auch mit 42 noch ein, bevor er 2008 dann doch genug hatte.
24. Frédéric Kanouté - Mali
Sieben Jahre und über 200 Spiele verbrachte der Stürmer beim FC Sevilla. Dort holte er jeweils zweimal den spanischen Pokal und den UEFA-Cup. Für Mali stand er nur 38 mal auf dem Feld, schoss aber 23 Tore. Bis zur U21 spielte er noch für Frankreich, bevor er sich für die Afrikaner entschied.
23. Yakubu Aiyegbeni - Nigeria
Nachdem seine Karriere in Israel bei Maccabi Haifa ins Rollen kam, machte Yakubu unter anderem für Middlesbrough und Everton über 250 Partien in der Premier League, in denen er fast 100 Tore erzielte. Für sein Heimatland traf er 21 mal in 57 Partien.
22. Kolo Touré - Elfenbeinküste
Kolo Touré stand für Arsenal, Manchester City und Liverpool in über 350 Spielen in der Premier League auf dem Feld. Der Innenverteidiger ließ danach seine Karriere bei Celtic Glasgow ausklingen. 118 Partien bestritt er für die "Elefanten" und nahm mit ihnen an drei Weltmeisterschaften teil.
21. Mustapha Hadji - Marokko
"El Hadji" zeigte sich für Coventry und Aston Villa fast 100 mal in der Premier League, doch unvergessen sein Auftritt bei der WM 1998, als er mit Marokko kurz vor dem Einzug ins Achtelfinale stand, da sein Team im letzten Gruppenspiel gegen Schottland überragend gewann. Gleichzeitig schenkten aber die bereits qualifizierten Brasilianer den Norwegern einen unrühmlichen Sieg, so dass Hadji und Kollegen enttäuscht die Heimreise antreten mussten.
20. Rabah Madjer - Algerien
Madjer und sein Hacken-Tor sind nicht nur jedem Bayern-Fan ein Begriff. Der Algerier spielte fünf Jahre beim FC Porto, wurde zweimal Meister und gewann den Europapokal der Landesmeister, bevor er seinen Karriere-Abend in Katar verlebte.
19. Mohamed Aboutreika - Ägypten
Der begnadete Regisseur spielte über zehn Jahre bei El Ahly in Kairo und wagte nie den Sprung zu den europäischen Top-Klubs - bis heute kaum nachvollziehbar. Für Ägypten machte er über 100 Länderspiele und holte zweimal den Afrika-Cup.
18. Essam El Hadary - Ägypten
Der älteste WM-Spieler stand 2018 in der Vorrunde zwischen den Pfosten - mit 45 Jahren. Ein Jahr später beendete er dann seine lange und erfolgreiche Karriere, die ihm unter anderem viermal den Afrika-Cup bescherte.
17. Emmanuel Adebayor - Togo
Der schlaksige Stürmer mit der "4" auf dem Rücken machte anfangs in Monaco so viel Wirbel, dass er in der Folge für Arsenal, Manchester City, Tottenham und Real Madrid auflief - Meister wurde er dabei jedoch nie.
Der oft sehr hart an der Grenze agierende Adebayor machte 29 Tore in 66 Spielen für Togo.
16. Stephen Appiah - Ghana
Der Mittelfeld-Organisator machte unter anderem für Juve über 150 Partien in der Serie A und gilt in seinem Heimatland als Idol. Auch er gehörte der Mannschaft von 2010 an, die auf absolut dramatische Art das Halbfinale der WM verpasste, als sie im Elfmeterschießen an den eigentlich schon bezwungenen Spielern aus Uruguay scheiterten.
15. Riyad Mahrez - Algerien
Sein Stern ging auf, als er im Duett im Jamie Vardy seinen damaligen Klub Leicester City sensationell zur englischen Meisterschaft trug. Mittlerweile verdingt sich der Edeltechniker mehr oder weniger als Teilzeitkraft bei Manchester City und versucht dort weiterhin erfolglos, die Champions League zu gewinnen. Mit seinem Heimatland hingegen ist er amtierender Afrikameister.
14. Seydou Keita - Mali
Malis Rekordnationalspieler (99 Länderspiele) machte jeweils fast 200 Partien in der Ligue 1 und La Liga, wo er auch vier Jahre beim FC Barcelona im Mittelfeld wirbelte und dabei zweimal die Champions League gewann. Sensationell war sein Auftritt beim Afrika-Cup 2010 in Angola, als Mali bis zur 80. Minute im Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber mit 0:4 hinten lag. Keita steuerte einen Doppelpack zum sensationellen 4:4-Endstand bei.
13. Geremi Njitap - Kamerun
Meist als Rechtsverteidiger eingesetzt, feierte der Kameruner für Chelsea und Real Madrid die englische und spanische Meisterschaft und zweimal den Triumph in der Champions League. 119 Spiele machte er für sein Heimatland und nahm dabei an zwei Weltmeisterschaften teil.
12. Pierre-Emerick Aubameyang - Gabun
Der Salto-Jubel hält mittlerweile beim FC Arsenal Einzug. Nachdem der blitzschnelle Angreifer zu Beginn seiner Karriere in Italien und Frankreich eher als Chancentod galt, zeigte er spätestens in Dortmund, wozu er fähig ist. Sein unrühmlicher Abgang vom BVB interessiert in London momentan niemanden mehr, ist Aubameyang doch der Lichtblick in einer ansonsten arg unter dem Niveau agierenden Truppe.
11. Mahamadou Diarra - Mali
Der defensive Mittelfeld-Organisator kam nach 170 Spielen und fünf französischen Meistertiteln mit Lyon zu den Königlichen, für die er auch über 100 Partien absolvierte. Für sein Land bestritt er 79 Begegnungen, bevor Diarra 2014 seine Karriere in Fulham beendete.
10. Mohamed Salah - Ägypten
Die Ausnahme-Erscheinung Mo Salah holte die Champions League und die englische Meisterschaft mit Liverpool. Der zweifache Sieger des Afrika-Cups machte auch für Ägypten bislang starke 41 Tore in 67 Partien. Bei der WM 2018 ging er verletzt in das Turnier, da er zuvor im Finale der Königsklasse von Sergio Ramos "freundlichst vom Platz gebeten" wurde und konnte seinem Land somit nicht wirklich weiterhelfen.
9. Nwankwo Kanu - Nigeria
Hoch gewachsen, Stürmer aus Afrika und die "4" auf dem Rücken - doch im Gegensatz zu Adebayor ist Nwankwo Kanu immer als fairer Sportsmann bekannt gewesen. Mit Ajax holte er als junger Spieler die Champions League, danach machte er unter anderem fast 200 Partien für den FC Arsenal und gewann mit den Gunners zwei Meistertitel.
8. Sadio Mané - Senegal
Sadio Mané gewann wie Salah die Meisterschaft und die Königsklasse mit Liverpool. Im Nationalteam lässt er sich weiter fallen, als bei den Reds, um das Spiel seiner Kollegen zu organisieren. Bei der WM 2018 stand er mit den "Löwen der Teranga" fast im Achtelfinale, doch Japan bekam aufgrund der "Fair-Play-Wertung" den Vorzug. Ein Witz, wenn man sich den Nichtangriffspakt der Asiaten und der Polen im letzten Gruppenspiel vor Augen führt.
7. Michael Essien - Ghana
Der dynamische Mittelfeld-Antreiber machte in Lyon auf sich aufmerksam und spielte danach bei Chelsea, Real Madrid und dem AC Mailand. Zu seiner Hochphase war er einer der besten Mittelfeldspieler der Welt, allerdings machten ihm immer wieder Verletzungen zu schaffen. Für Ghana bestritt er deshalb auch nur 58 Länderspiele und wurde bei den großen Turnieren stets zur tragischen Figur. 2006 war er im Achtelfinale gegen Brasilien gelbgesperrt, das Turnier 2010 musste er verletzungsbedingt komplett absagen.
6. Roger Milla - Kamerun
Millas Tanz mit der Eckfahne ging 1990 um die Welt - so etwas hatten die Leute damals noch nicht erlebt. Doch der besonders für afrikanische Spieler und Teams nicht ungewöhnliche Jubel war nicht das einzige Merkmal des ehemaligen Weltklasse-Stürmers. Nach über 100 Länderspielen für sein Land wurde er zum besten afrikanischen Spieler des letzten Jahrhunderts gewählt. Mit 42 Jahren schoss er zudem als bislang ältester Spieler ein Tor bei einer WM (1994).
5. Jay Jay Okocha - Nigeria
Der afrikanische Ronaldinho konnte alles mit dem Ball und leitete mit seinem bis dato nie gesehenen Zaubereien besonders in Deutschland eine neue Generation von Fußballern ein. Augustine Azuka Okocha startete seine Karriere in Neunkirchen, bevor es für ihn zur Eintracht ging. Als er danach für Fenerbahce auflief, nahm er prompt die türkische Staatsbürgerschaft an - sein türkischer Name: Muhammed Yavuz.
4. Yaya Touré - Elfenbeinküste
Einer der größten Mittelfeldspieler der Welt - nicht nur körperlich gesehen. Yaya Touré orchestrierte jahrelang einzigartig das Spiel von Manchester City, bis Pep Guardiola keine Verwendung mehr für ihn sah. In fast 100 Länderspielen und über 300 Partien für City konnte man den eleganten Riesen bewundern. Die Champions League holte er übrigens mit Barcelona, für die er ebenfalls über 100 Begegnungen absolvierte.
3. George Weah - Liberia
Weah ist bis heute der einzige Afrikaner, der zum FIFA-Weltfußballer des Jahres gewählt wurde. Der Liberianer schoss über 100 Tore für PSG und den AC Mailand, mit denen er zweimal Meister der Serie A wurde. Ein Auftritt bei einer WM war dem Stürmer jedoch nicht vergönnt.
2. Didier Drogba - Elfenbeinküste
Über acht Jahre und fast 400 Spiele dominierte Drogba den Angriff des FC Chelsea. Dabei sammelte er rund 250 Torbeteiligungen und holte mehrere Meisterschaften. Sein Tor im Finale der Königsklasse gegen die Bayern 2012 rettete sein Team in die Verlängerung. Beim Elfmeterschießen versenkte er den entscheidenden Ball - das "Finale dahoam" wurde zur tragischen Veranstaltung. Für die "Elefanten" machte er 65 Tore in 105 Spielen und nahm an drei Weltmeisterschaften teil.
1. Samuel Eto'o - Kamerun
Ausgebildet in der Jugend von Real Madrid spielte Eto'o in der Folge für die Profis der Königlichen, den FC Barcelona und Inter Mailand - mit diesen drei Klubs gewann er insgesamt viermal den Henkelpott und mehrere Meisterschaften. Mit Kamerun nahm er an vier Weltmeisterschaften teil und ist bis heute Rekordtorschütze seines Landes (56 Treffer) und des Afrika-Cups (18 Treffer). Der eigentlich so zierlich gebaute Angreifer war extrem robust, technisch versiert und mit einem eiskalten Abschluss versehen, der in dieser Kombination selten zu finden ist. In seiner Karriere schoss er insgesamt über 360 Tore.
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