Bayern-Leihgaben im Check: Wie geht es weiter für Richards, Zirkzee & Co?

Sehen wir Cuisance und Zirkzee im kommenden Jahr wieder mit den Bayern-Profis auf dem Platz?
Sehen wir Cuisance und Zirkzee im kommenden Jahr wieder mit den Bayern-Profis auf dem Platz? / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Sowohl im letzten Sommer als auch im Winter haben die Bayern zahlreiche Spieler bei Leihvereinen geparkt. Ziel dabei war es, dass möglichst viele Akteure Spielpraxis sammeln und gegebenenfalls verkauft werden. Kurz vor Saisonende lässt sich aber bereits jetzt schon sagen, dass dieser Plan in fast allen Fällen gründlich schief gegangen ist. Wir möchten die Leihspieler genauer unter die Lupe nehmen und schauen uns an, wo die Reise im Sommer hingehen könnte.


1. Michaël Cuisance

Cuisance
ROMAIN PERROCHEAU/Getty Images

Beinahe hätten die Bayern im Sommer mit dem Verkauf an Leeds United einen großen Deal gemacht. Allerdings sorgte der Medizincheck dafür, dass der Premier-League-Klub vom angedachten 25-Millionen-Transfer Abstand nahm. Die Bayern mussten sich demnach mit einer weitaus weniger attraktiven Lösungen begnügen. Aufgrund der Tatsache, dass Cuisance auf keinen Fall bleiben wollte, entschied sich der Klub dafür, den Franzosen nach Marseille zu verleihen. OM erhielt zudem eine Kaufoption in Höhe von 22 Millionen.

Aufgrund der enttäuschenden Leistungen des Mittelfeldspielers wird diese Option allerdings verstreichen. Der 21-Jährige absolvierte zwar 23 Spiele, jedoch nur wenige über die volle Distanz. Der erforderliche Entwicklungsschritt ist zudem vollständig ausgeblieben. Cuisance scheint auch einfach nicht die nötige Mentalität für die Bayern zu besitzen. Dies dürfte sich auch unter Nagelsmann nicht ändern. Im Sommer gilt es nun einen Käufer zu finden, der den finanziellen Schaden ein wenig begleicht.

2. Joshua Zirkzee

Joshua Zirkzee
Gabriele Maltinti/Getty Images

Es war eher eine zweifelhafte Entscheidung, den jungen Stürmer nach Parma zu verleihen. Als Offensivspieler im Tabellenkeller der Serie A zu überzeugen ist ohnehin fast aussichtslos. Seit der Winterpause absolvierte der 19-Jährige lediglich vier Spiele und erzielte keinen Treffer. Daran wird sich auch nichts ändern, zumal der Holländer aufgrund einer Innenbandverletzung bis Saisonende ausfällt. Die Kaufoption in Höhe von 15 Millionen wird demnach verstreichen und Zirkzee nach München zurückkehren. Ob er unter Nagelsmann bessere Chancen hat, bleibt abzuwarten. Aufgrund seiner Jugend ist die Hoffnung bei Zirkzee noch ein wenig höher als bei Cuisance. Dazu muss der Youngster aber schleunigst selbst den Schalter umlegen.

3. Adrian Fein

Adrian Fein
BSR Agency/Getty Images

Ähnlich düster sieht es im Falle von Adrian Fein aus. Der 22-jährige Mittelfeldspieler ist derzeit in Eindhoven aktiv, kommt jedoch ebenfalls kaum zum Zug. Mickrige 384 Minuten durfte der Youngster bislang in der Eredivisie ran. Dies reicht natürlich bei Weitem nicht aus, um für den Klub für eine weitere Zusammenarbeit infrage zu kommen. Fein wird demnach ebenfalls ohne Spielpraxis und Selbstvertrauen zurückkehren. Dabei hätte das ballbesitzorientierte Spiel dem Youngster eigentlich in die Karten spielen müssen. Der Mittelfeldspieler scheint schlichtweg nicht das Niveau zu besitzen, um es bei den Bayern zu packen. Ein Verkauf scheint hier ebenfalls die einzige Option zu sein.

4. Chris Richards

Chris Richards
ODD ANDERSEN/Getty Images

Wie man so schon sagt, bestätigen Ausnahmen die Regel. Chris Richards ist jedenfalls der einzige Spieler, bei dem man ganz klar von einer gelungenen Leihe sprechen kann. Der US-Amerikaner spielt seit der Winterpause in Hoffenheim und hat auf Anhieb den Sprung zum Stammspieler geschafft. Seine Leistungen lassen darauf hoffen, dass er es eines Tages in München weit bringt. Im Gegensatz zu den zuletzt genannten Akteuren gibt es für Richards keine Kaufklausel. Demnach besteht nun die Möglichkeit, dass die Leihe verlängert wird oder der 21-Jährige nach München zurückkehrt. Eine Backup-Rolle wäre dem variabel einsetzbaren Verteidiger durchaus zuzutrauen. Langfristig könnte er zu einem echten Konkurrenten für Benjamin Pavard heranreifen. Vorerst wäre er sicherlich nur Ersatz, könnte jedoch die Rolle von Sarr übernehmen und dem Klub eine teure Neuverpflichtung ersparen.

5. Leon Dajaku

Leon Dajaku
Oliver Hardt/Getty Images

Offensivspieler Leon Dajaku ist seit der Winterpause für Union Berlin aktiv. Für den 20-Jährigen reichte es jedoch nur zu zwei Kurzeinsätzen. In den letzten Wochen musste der Youngster aufgrund einer Fußverletzung und einer Corona-Erkrankung passen. Dajaku ist allerdings noch bis 2022 an die Berliner gebunden. Ob der Klub im Anschluss von seiner Kaufoption gebrauch machen wird, muss die neue Saison zeigen.

6. Oliver Batista-Meier

Oliver Batista-Meier
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Oliver Batista-Meier gilt als eines der größten Münchner Talente im Offensivbereich. Seine Leihe nach Heerenveen fing mit drei Scorerpunkten in den ersten drei Spielen grundsätzlich vielversprechend an. Mit der Zeit rutschte der Youngster aber immer weiter ins zweite Glied ab. Im Jahr 2021 absolvierte er bislang lediglich 40 Spielminuten. Wie es für Batista-Meier im Sommer weitergeht ist demnach noch offen. Für Julian Nagelsmann dürfte er jedoch noch keine Kaderoption sein.

7. Christian Früchtl

Christian Fruechtl
Sebastian Widmann/Getty Images

Das Münchner Torwarttalent reiht sich nahtlos in die Reihe der erfolgslosen Leihspieler ein. Der 21-Jährige verlor in Nürnberg den Zweikampf mit Christian Mathenia und stand in der kompletten Saison nicht eine Zweitliga-Sekunde auf dem Platz. Ein Fiasko für die Entwicklung des jungen Torhüters. Mit Spielpraxis ausgestattet hätte Früchtl bereits in der kommenden Saison die Münchner Nummer zwei werden können, zumal Nübel eine Leihe anstrebt. Nach dem aktuellen Entwicklungsstand müssten die Münchner jedoch eine externe Lösung finden. Die große Münchner Torwart-Hoffnung benötigt im kommenden Jahr definitiv Spielpraxis, egal wohin sein Weg ihn führt.

8. Lars-Lukas Mai

Lars Lukas Mai
Alex Grimm/Getty Images

Für Lars-Lukas Mai läuft es im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen recht gut. Der 21-jährige Innenverteidiger ist Stammspieler in Darmstadt. Mai spielt unaufgeregt und solide, setzt sich jedoch auch nicht aus der Masse ab. Langfristig wird die Zukunft des Defensivspielers auch nicht in München liegen. Mai hat das Potenzial ein ordentlicher Bundesliga-Verteidiger zu werden, verfügt jedoch nicht über Bayern-Niveau. Seine Leihe in Damstadt endet im Sommer. Es ist naheliegend, dass er nicht nach München zurückkehrt, sondern entweder weiter in Darmstadt bleibt oder einen anderen Klub findet.