"Nicht ideal" auch nach dem BVB-Abschied: So läuft es für Donyell Malen
Von Simon Zimmermann

Im Mestalla von Valencia lief am Sonntagabend die 78. Minute. Der Ex-Dortmunder Donyell Malen wurde eingewechselt. Eine Minute später erzielte mit Ian Maatsen ein weiterer Ex-BVB-Spieler den 2:2-Ausgleich für Oranje. Das Nations-League-Viertelfinale Spanien gegen Niederlande ging in die Verlängerung. Dort fiel auf beiden Seiten jeweils ein weiterer Treffer ehe Joker Malen Sekunden vor dem Abpfiff das Siegtor für die Elftal auf dem Fuß hatte. Frei vor dem Tor hatte Spaniens Keeper Unai Simon allerdings wenig Mühe Malens Abschluss zu parieren.
Das Elfmeterschießen musste darüber entscheiden, wer ins Final Four einziehen wird. Als es nach jeweils fünf Schützen weiter remis stand, trat Malen an - und vergab. Mikel Merino blieb auf spanischer Seite dagegen eiskalt und schoß La Roja zum Mini-Tunier um den Titel.
Es war ein Abend zum Vergessen für Donyell Malen, der zur Saison des Flügelstürmers passt. Die Spielzeit gestartet hatte der 26-Jährige noch als Abgangskandidat in Dortmund. Beim BVB schien sich Malen nie so richtig wohlzufühlen und plante entsprechend seinen Abschied. Geklappt hat dieser aber erst Mitte Januar - Aston Villa zahlte 25 Millionen Euro Ablöse. "Ja, das war nicht ideal. Es hat nicht immer Spaß gemacht. Ich glaube, es war auch schwierig für mich", erklärte Malen Ende Januar im Gespräch mitSport Nederland über seine letzten Monate in Dortmund. "Tausend Dinge" könne er aufzählen, die zu seiner schwachen Hinrunde mit fünf Toren und einer Vorlage in 22 Spielen geführt hätten, so Malen weiter.
Die Trennung schien also für beide Seiten die beste Lösung zu sein. Malen konnte sich seinen Traum von der Premier League erfüllen, der BVB das Transferminus in Grenzen halten. 2021 hatte man noch 30 Millionen Euro Ablöse für Malen an die PSV Eindhoven gezahlt.
Malen auch bei Aston Villa nur Joker - und Champions-League-Zuschauer
In Birmingham geht es seither für Malen "nicht ideal" weiter. Das Schicksal des Jokers ereilt ihn regelmäßig auch bei den Villans. Nur sieben Pflichtspiele hat Malen seit seinem Winter-Wechsel für den Tabellenneunten der Premier League absolviert. Eine direkte Torbeteiligung gelang ihm für seinen neuen Klub noch nicht. Dabei stand Malen lediglich zweimal in der Startelf und kommt erst auf 235 Spielminuten.
Besonders hart traf Malen die Entscheidung, für Villa nicht für die Champions League nominiert worden zu sein. Der Viertelfinalist verpflichtete im Winter fünf neue Spieler - nur drei konnten für den K.o.-Kader der Königsklasse nachnominiert werden. Während Marcus Rashford, Marco Asensio und Axel Disasi neu dabei sind, muss Malen die Champions-League-Abende von der Tribüne oder dem heimischen Sofa aus verfolgen.
Dennoch gibt sich Malen gegenüber den Ruhr Nachrichten "froh, hier zu sein. Man kommt hierher, um gegen die besten Spieler der Welt zu spielen. Das gefällt mir sehr gut." All zu viele Minuten gegen die besten Spieler der Welt hat Malen aber noch nicht bekommen. Angesichts der Konkurrenz in der Villa-Offensive spricht auch nicht sonderlich viel dafür, dass sich das bis Sommer noch ändert.
Ob die überhaupt nicht ideale Saison dann dazu führt, dass sich Malen erneut unwohl fühlt und weiterziehen möchte, werden die kommenden Monate zeigen.
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