Neuer-Nachfolge unter einer Bedingung? Das fordern die Bayern von Nübel - Bericht

Alexander Nübel ist ein heißer Kandidat auf die Neuer-Nachfolge im Jahr 2026. Noch muss sich der Keeper jedoch in einer entscheidenden Kategorie verbessern.
Alexander Nübel will die Münchner Nummer eins werden.
Alexander Nübel will die Münchner Nummer eins werden. / Sebastian Widmann/GettyImages
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Kommt es am Freitagabend zum Aufeinandertreffen zwischen Manuel Neuer und seinem Nachfolger? Die Möglichkeit besteht jedenfalls. Die Bayern-Verantwortlichen dürften ein sehr genaues Auge darauf werfen, wie sich Alexander Nübel im Tor der Stuttgarter schlagen wird. Informationen der Sport Bild zufolge ist Nübel trotz der Verpflichtung von Jonas Urbig weiterhin im Rennen um die Neuer-Nachfolge.

Sportdirektor Christoph Freund und Torwarttrainer Michael Rechner sollen sich regelmäßig im Austausch mit dem 28-Jährigen befinden, dessen Vertrag sich beim FC Bayern durch die Neuer-Verlängerung bis 2030 ausgedehnt hat. Viele erwarten ein Neuer-Karriereende im Jahr 2026, was dann wohl auch mit der Nübel-Rückkehr einhergehen könnte.

Bayern stellen klare Forderung an Nübel

Ob Nübel dann aber auch als Nummer eins eingesetzt wird, hängt in erster Linie von ihm selbst ab. Laut Angaben der Sport Bild schätzen die Münchner Verantwortlichen die Anlagen des Keepers als herausragend an, haben jedoch eine klare Forderung. Nübel muss seine Fehler, die ihm gelegentlich unterlaufen, minimieren oder am besten ganz abstellen. Nur wenn es ihm gelingt, noch mehr Konstanz in seine Leistungen zu bringen, kommt er auch für die Neuer-Nachfolge infrage.

Nübel durchlebt ähnlich wie viele seiner Kollegen eine etwas unrunde Saison. Insbesondere im ersten Saisondrittel leistete er sich mehrere Böcke. Gerade bei Weitschüssen sieht man bei Nübel die ein oder andere Schwäche. Auch statistisch betrachtet kommt er nicht mehr an die Vorjahres-Performance heran. 2023/24 hat Nübel laut ligainsider.de 55,6 Prozent der gegnerischen Groß-Chancen vereitelt, womit er ligaweit auf Rang eins stand. In der laufenden Saison kommt er auf immer noch ordentliche 47,8 Prozent, was Platz sechs entspricht. In Sachen abgewehrter Bälle hat sich seine Quote zudem von 70 auf 64,6 Prozent reduziert. Dabei sei angemerkt, dass Manuel Neuer aber mit 60 Prozent abgewehrter Schüsse und 27 Prozent parierter Groß-Chancen deutlich schlechter abschneidet.

Nübel mit Erfahrungs-Vorsprung gegenüber Urbig und Peretz

Der Gegner von Nübel wird jedoch nicht Neuer, sondern in erster Linie Jonas Urbig und womöglich auch Daniel Peretz sein. Für Nübel spricht sein deutlicher Erfahrungs-Vorteil. Immerhin hat er für Schalke, Stuttgart und Monaco schon mehr als 200 Profi-Pflichtspiele bestritten und stand unter anderem in der Champions League zwischen den Pfosten. Daniel Peretz und Jonas Urbig haben kaum bzw. noch gar keine Bundesliga-Erfahrung vorzuweisen. Durch Einsätze für die Nationalmannschaft kann Nübel sein Standing zudem weiter verbessern.

Natürlich könnte es aber auch im Sommer 2026 zu der Situation kommen, dass die Bayern niemanden als stark genug für die Neuer-Nachfolge sehen und ein externer Keeper verpflichtet wird.


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