Nach Platzverweis für Augsburg: Manuel Gräfe kritisiert Harry Kane
Von Florian Rümmele

Der FC Bayern hat am Freitagabend das wichtige und schwere Auswärtsspiel beim FC Augsburg mit 3:1 gewinnen können. Eine, wenn nicht sogar die spielentscheidene Szene, ereignete sich nach gut einer Stunde, als Cedric Zesiger für ein Foul an Harry Kane die Ampelkarte sah und die Augsburger fortan zu zehnt spielen mussten. Dass die Bayern kurz danach durch Kane die 2:1-Führung erzielen konnten, setzte dem Ganzen aus Sicht der Augsburger dann die Krone auf.
"Das hat uns natürlich benachteiligt", gab Augsburg-Kapitän Jeffrey Gouweleeuw nach dem Spiel zu Protokoll. "Zesiger spielt ganz klar den Ball, für mich ist das keine gelbe Karte", fasste der Niederländer den Umut des Gastgebers zusammen. Und in der Tat, der Platzverweis ist diskutabel. Zesiger spielt erst den Ball, Kane fällt anschließend.
Eine Szene, die auch Ex-Bundesligaschiedsrichter Manuel Gräfe so bewertet. Gräfe, der über 400 Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga leitete, spricht von einer klaren Fehlentscheidung. Kane lasse sich "plump fallen". Obwohl er den Engländer sehr schätze, falle dieser "mittlerweile viel zu oft und zu leicht".
#Bundesliga #FCAFCB nach schönem Essen mit Freunden wg Nachfragen:
— Manuel Gräfe (@graefe_manuel) April 4, 2025
Klare Fehlentscheidung gg Augsburg!
Viel zu oft wird auf Faller reingefallen – so wie auch z.T. im Pokal diese Woche oder in vielen BL-Spielen. Zesiger spielt klar den Ball & Kane lässt sich plump fallen/hebt… pic.twitter.com/1SYKmGPTrR
Für den FCA war die Szene umso bitterer, da bei einer gelb-roten Karte der VAR nicht eingreifen kann. Lediglich bei glatt roten Karten hätte der "Kölner Keller" die Möglichkeit einer Review. Augsburg, Tabellenachter mit 39 Punkten, droht nun den Anschluss an die internationalen Plätze zu verlieren, der FC Bayern hat hingegen den Vorsprung vor Bayer Leverkusen erstmal wieder ausbauen können, die Werkself spielt am Samstagnachmittag in Heidenheim.
Weitere News zum FC Bayern:
feed