Mourinho rastet aus: Skandal-Szenen im Derby zwischen Fenerbahce und Galatasaray
Von Simon Zimmermann

Der 2:1-Sieg von Galatasaray im Istanbul-Derby gegen Fenerbahce verkam zur Nebensache. Während der amtierende Süper-Lig-Meister dank eines Osimhen-Doppelpacks ins Halbfinale des türkischen Pokals einzog, wo Galatasaray auf Konyaspor trifft, kam es am Ende des Derbys zu Skandal-Szenen.
Aufgebaut hatte sich die hitzige Stimmung in der Schlussphase immer mehr. Von der 80. bis zur 85. Minute verteilte der Schiedsrichter sechs Gelbe Karten. Im Anschluss kam es zwischen den Ersatzspielern auf den Bänken zu Tumulten, das Spiel musste unterbrochen werden. Yilmaz und Demirbay auf Galatasaray-Seite sowie Fenerbahces Yandas sahen Rot. Ebenso wie Fener-Co-Trainer Foti.
Nach 15 Minuten Nachspielzeit konnte Galatasaray den Halbfinal-Einzug feiern, mehr als den 1:2-Anschlusstreffer durch Szymanski gelang Fenerbahce nicht mehr. Doch vorbei war das Derby noch lange nicht. Star-Coach José Mourinho trat auf den Plan. Der Portugiese näherte sich von hinten seinem Trainerkollegen Okan Buruk und packte diesen an der Nase.
Der Gala-Trainer ließ sich nach dem Angriff von Mourinho sichtlich theatralisch zu Boden fallen und fasste sich ins Gesicht. Erneut kam es zu tumultartigen Szenen. Für Mourinho dürfte diese Szene sicher ein heftiges Nachspiel haben.
🚨🚨 Fenerbahçe manager Jose Mourinho to Galatasaray manager Okan Buruk. 😳👃 pic.twitter.com/BF7hk23AFF
— EuroFoot (@eurofootcom) April 2, 2025
Vor dem Spiel hatten die beiden Coaches den obligatorischen Hanschlag verweigert. Buruk sprach nach den Vorfällen über die Skandal-Szene: "Zwischen ihm und mir ist nichts Schlimmes passiert. Ich habe dem Schiedsrichter zu seiner Leistung gratuliert und er gratulierte mir zum Sieg. Als ich das weglaufen wollte, näherte sich Mourinho von hinten. Er packte mir an die Nase. Ich will mit der Szene nicht übertreiben, aber elegant war es nicht wirklich."