Kompany deutet an: Verrückter Bayern-Plan mit Gnabry?

Am Freitagabend gastiert der FC Bayern München in der Bundesliga beim FC Augsburg und kann mit einem Sieg einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Meisterschaft machen. Eine leichte Aufgabe gegen formstarke Augsburger, die in der Rückrunde 2024/25 noch unbesiegt sind, wird das allerdings nicht, zumal Bayern-Trainer Vincent Kompany improvisieren muss.
Denn in der Abwehr des deutschen Rekordmeisters drückt in diesen Tagen bekanntlich der Schuh. Alphonso Davies (Kreuzbandriss) und Dayot Upamencano (Knorpelschaden im Knie) kamen schwer verletzt aus der letzten Länderspielpause zurück, dazu brach sich Hiroki Ito im zurückliegenden Bundesliga-Spiel gegen den FC St. Pauli (3:2) ohne Gegnereinwirkung erneut den rechten Mittelfuß. Und unter der Woche musste dann auch noch Raphaël Guerreiro angeschlagen pausieren.
Zumindest der Portugiese scheint zwar rechtzeitig für das Augsburg-Spiel fit zu werden, steckte zuletzt aber im Formtief und könnte natürlich auch für das anstehende Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Inter Mailand (08.04.) geschont werden. Aus diesem Grund bringt die Bild nun eine spannende Personalie für die Besetzung der Linksverteidiger-Position ins Spiel: Offensivmann Serge Gnabry.
Der gelernte Flügelspieler agierte am zweiten Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison gegen den SC Freiburg (2:0) schon einmal als Rechtsverteidiger, damals aber nicht in einer Vierer-, sondern einer Dreier-/Fünferkette. Und doch scheint nun eine Wiederholung auf der anderen Seite denkbar. FCB-Coach Kompany ließ bereits auf der Spieltags-Pressekonferenz durchklingen: "Stanisic, Guerreiro, Laimer – wenn man kreativ ist, kann man vielleicht andere dazunehmen. Kimmich hat außen gespielt. Serge Gnabry hat gegen Freiburg Außenverteidiger gespielt. Man kann immer kreativ sein."
Was für Gnabry spricht: Der 29-Jährige bringt - anders als etwa Guerreiro - das nötige Tempo für den Pressing-intensiven und hochstehenden Kompany-Fußball mit. Damit kommt er dem Spielertypen Alphonso Davies im aktuellen Profikader wohl am nächsten, könnte den Kanadier am ehesten 1:1 ersetzen.
Es wäre für Gnabry jedenfalls eine spannende Startelfchance, denn in der Offensive kam er zuletzt kaum zu Zug. Im Kalenderjahr 2025 stehen erst vier Einsätze von Beginn an zu Buche. Kommt am Freitag Nummer fünf auf ungewohnter Position hinzu, könnte der 49-malige deutsche Nationalspieler mit einer guten Vorstellung auch wichtige Eigenwerbung für einen Verbleib in München über den Sommer hinaus betreiben.
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