Gladbach-Personal: Omlin vor Blitz-Comeback? Sorgen um Sander
Von Simon Zimmermann

Die Stimmung am Niederrhein nach dem Heimsieg über RB Leipzig ist prächtig. Die Fohlen liegen nach 27 Spieltagen auf Platz fünf und dürfen zwei Zähler hinter dem Vierten Mainz nicht nur von der Europa-Rückkehr träumen, sondern sogar von der Champions League.
Ganz so euphorisch dürfte die Stimmungslage von Kapitän Jonas Omlin nicht sein. Der Schweizer erlebt eine Horror-Saison und fehlt derzeit erneut verletzt. Seinen Status als Nummer eins hatte Omlin im Saisonverlauf an Moritz Nicolas verloren. Weil für diesen die Saison verletzungsbedingt gelaufen ist, sollte eigentlich wieder Omlin zwischen den Pfosten stehen.
Beim Auswärtssieg in Bremen erwischte es den 31-Jährigen aber erneut. Omlin zog sich einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu. Für ihn steht wieder Youngster Tiago Pereira Cardoso zwischen den Pfosten. In drei Bundesliga-Einsätzen hat der 18-Jährige noch kein einziges Mal hinter sich greifen müssen.
Entsprechend kann man in Gladbach trotz der angespannten Personallage im Tor beruhigt in die kommenden Wochen gehen. Trainer Gerardo Seoane gab seinen Spielern nach dem Heimsieg über Leipzig drei Tage frei. Erst am Mittwoch nahmen die Fohlen entsprechend die Vorbereitungen auf das Duell gegen St. Pauli am Sonntag (15:30 Uhr) auf.
Omlin wieder auf dem Platz - Sander fehlt weiter
Dabei überraschte Omlin die Späher am Borussia-Gelände mit einer Einheit auf dem Platz. Als die Kollegen nach dem Training in die Kabine gingen, kam der Schweizer auf den Rasen und absolvierte mit Torwarttrainer André Wachter eine Einheit mit Fußballschuhen und Handschuhen.
Ein überraschend schnelles Omlin-Comeback wird es aber dennoch nicht geben. Wie RP und Bild übereinstimmend berichten, ist der Schlussmann für die Duelle gegen St. Pauli und eine Woche später gegen den SC Freiburg noch kein Thema. Wohl aber für die Partie am Ostersonntag in Dortmund (20.4., 17:30 Uhr).
Bei seinen Vorderleuten gab es am Mittwoch eine gute und eine weniger gute Nachricht. Joe Scally war gegen Leipzig noch sichtlich humpelnd ausgewechselt worden, konnte aber wieder ohne Probleme mittrainieren. Philipp Sander dagegen fehlt weiterhin auf dem Platz. Der Mittelfeldspieler plagt sich weiter mit einem hartnäckigen Infekt herum. Laut RP lassen Sanders Blutwerte nach wie vor keinen Leistungssport zu. Stattdessen trainiert er vorerst weiter individuell im Kraftraum.
Gegen St. Pauli dürfte Sander daher noch keine Option sein. Neben Julian Weigl wird erneut Rocco Reitz auf der Doppelsechs erwartet.
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