Das kommt überraschend: Spektakulärer Bayern-Plan mit Thomas Müller

Thomas Müller sollte eigentlich beim FC Bayern verlängern, dann die Kehrtwende. Die Situation um den Routinier ist unklar, doch offenbar ergibt sich nun eine spektakuläre Option für die Bayern-Legende.
Thomas Müller auf der Ersatzbank des FC Bayern
Thomas Müller auf der Ersatzbank des FC Bayern / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Thomas Müller gehört zum FC Bayern wie das Oktoberfest zur Stadt München oder der süße Senf zur Weißwurst. Eine Kombination, bei der man sich nur schwer das eine ohne das Gegenstück vorstellen kann. Im Sommer könnte die Verbindung FC Bayern und Thomas Müller aber zu Ende gehen, nach dann 25 Jahren.

Müller, im Sommer 2000 von seinem Jugendklub TSV Pähl in die Bayern-Jugend gewechselt, ist Identifikationsfigur, Werbeträger und lebende Fußballlegende in einem. 742 Pflichtspiele bestritt der Bayer bis jetzt für "seinen" Verein, Spiele in der Jugend und für die Amateure nicht mitgerechnet.

Die teure Teilzeitkraft Thomas Müller

Doch Müller, mittlerweile 35 Jahre alt, kommt beim FC Bayern immer weniger zum Einsatz. In dieser Saison sind es bis dato 23 Einsätze in der Bundesliga, zehn in der Champions League und zwei im Pokal. Viel mehr Spiele werden nicht hinzukommen, denn im Bayern-Kader haben andere Spieler die Nase vorne. Gegen Union Berlin kam Müller nicht zum Einsatz, gegen St. Pauli nur wenige Minuten vor Spielende. Zu wenig für den Weltmeister 2014 und zu wenig für den FC Bayern. Der sportliche Wert für Müller, der auf dem Platz gerne als verlängerter Arm des Trainers fungiert, ist zwar nach wie vor noch da, allerdings nur als Teilzeitkraft. Und dafür wird Müller mit rund 17 Millionen Euro Jahresgehalt zu fürstlich entlohnt.

Der FC Bayern muss, wie schon öfters berichtet, sparen und will die Gehälter reduzieren. Eine Teilzeit-Kraft wie Müller ist da unter kaufmännischen Gesichtspunkten ein Dorn im Auge, doch kann der FC Bayern, der immer wieder betont, eine Familie zu sein, auf Müller verzichten? Und wenn ja, wie beendet man stilvoll eine Zusammenarbeit, die 32 Titel schwer ist?

Macht es Thomas wie Gerd? Karriereende in den USA

Wie die Sport Bild berichtet, scheint der stilvolle Abgang gerade etwas zum Problem zu werden. Müller, der sich einst selbst aussuchen sollte, ob er noch ein Jahr länger in München bleibt, kriegt nun offenbar kein neues Vertragsangebot unterbreitet. Eine Entscheidung, die Vincent Kompany mitträgt. Der Belgier schätzt Müller zwar, soll allerdings auch klar gemacht haben, dass die FCB-Legende in der kommenden Saison nicht mehr Spielzeit erhalten würde, eher das Gegenteil könnte eintreten.

Das Ende der Müller-Ära hatte wohl schon Uli Hoeneß eingeläutet, als er im Zuge der Amazon-Doku 'Einer wie keiner' dem Routinier riet, im Sommer zu Schluss zu machen. Eine Joker-Rolle, so der Ex-Präsident, sei seiner Karriere unwürdig. Statements, auf die Müller selbst wohl gerne verzichtet hätte.

Beim FC Bayern hat man nun aber offenbar einen Plan geschmiedet, wie man Müller weiter an den Verein binden kann und es dennoch zur Trennung im Sommer kommen kann. Wie das gehen soll? Der FCB hat seit längerem eine Kooperation mit dem MLS-Klub Los Angeles FC und Müller selbst soll sich in der Vergangenheit bereits mit einem Wechsel in die USA auseinandergesetzt haben. Parken die Bayern ihre Legende also in den USA, um ihn dann nach dem endgültigen Karriereende im Verein integrieren zu können?

Verlängert der FC Bayern doch noch mit Müller?

Oder spielt Müller über sein Vertragsende hinaus noch weiter für den FCB - in den USA? Die Klub-Weltmeisterschaft kollidiert mit dem Vertragsende des Weltmeisters (standardmäßig 30.06.), das Finale des neuen Turniers steigt erst am 13. Juli. Gut möglich also, dass sich der FC Bayern mit Müller zumindest noch für eine kurzfristige Ausweitung des Arbeitspapiers einigt.

Müller könnte Mitte Juli dann seinen letzten Titel mit dem FCB feiern und anschließend gleich in den USA bleiben. Egal wie sich Müller entscheidet, eines ist klar: der FC Bayern wird für den 35-jährigen Offensivspieler ein Abschiedsspiel veranstalten. Diese Vereinbarung steht bereits seit längerem fest.


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