BVB-Personal vor Freiburg: Die drei Fragezeichen und ein Comeback

Auf Ecken von "Schlotterbeckham" muss der BVB in Freiburg verzichten. Neben dem gesperrten Abwehrchef gibt es in der defensive weitere Fragezeichen. Und auch ein Einsatz von Torjäger Serhou Guirassy entscheidet sich erst kurzfristig. Felix Nmecha kehrt dagegen zurück.
Niko Kovac weiß erst am Freitag, mit wem er in Freiburg planen kann
Niko Kovac weiß erst am Freitag, mit wem er in Freiburg planen kann / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Nach dem so wichtigen Heimsieg über Mainz 05 geht es für Borussia Dortmund am Samstagnachmittag nach Freiburg. Im Duell gegen den nächsten Europa-Anwärter könnte der BVB bis auf einen Zähler an den Sport-Club heranrücken und sich im Rennen um die ersten sechs Plätze wieder dick zurückmelden.

Personell geht Schwarzgelb aber mit einigen Fragezeichen ins Wochenende. Nico Schlotterbeck fällt in Freiburg definitiv aus. "Schlotterbeckham" hat sich gegen Mainz die fünfte Gelbe Karte eingehandelt und ist gesperrt. Neben einem neuen Eckballschützen braucht Niko Kovac auch einen Ersatz in der Innenverteidigung. Gelb gesperrt fehlen wird auch Rechtsverteidiger Yan Couto.

Abwehr-Fragezeichen könnten über System entscheiden

Man darf davon ausgehen, dass der BVB-Coach an seiner System-Wahl mit drei Innenverteidigern festhalten möchte. Entsprechend scheint Ramy Bensebaini als Linksfuß für die Schlotterbeck-Rolle eingeplant zu sein. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag verriet Kovac allerdings, dass es in der Abwehr weitere Fragezeichen gibt.

Auch Kapitän Emre Can und Niklas Süle sind für Samstag fraglich. Gleiches gelte für Torjäger Serhou Guirassy, der schon gegen Mainz ausgefallen war. "Serhou Guirassy hat bis heute noch nicht mit der Mannschaft trainiert. Wir hoffen, dass er morgen wieder einsteigen kann. Auch Niklas Süle und Emre Can haben bislang noch nicht wieder mit der Mannschaft trainiert. Bei allen drei Spielern fällt die Entscheidung erst am Freitag", teilte Kovac mit.

In der Dreierkette bliebe offen, wer Can als zentralen Abwehrspieler neben Waldemar Anton und Bensebaini ersetzen würde - oder ob Kovac bei einem Ausfall des Kapitäns wieder auf Viererkette umstellen muss. Eine echte Option hätte der BVB-Coach nicht, sollte auch Süle passen müssen. Ansonsten könnte der 29-Jährige eine neue Startelf-Chance erhalten.

Kovac bei Guirassy optimistisch - Nmecha kehrt in Kader zurück

Offensiv würde Kovac bei einem erneuten Guirassy-Ausfall wohl bei der Doppelspitze aus Maximilian Beier und Karim Adeyemi bleiben. Vor allem Beier blühte im neuen System auf und erzielte gegen Mainz einen Doppelpack. Deutlich wurde, dass sich Beier mit einem Sturmpartner deutlich wohler fühlt. Der 22-Jährige könnte auch zusammen mit Toptorjäger Guirassy gut harmonieren. Kovac gab sich hoffnungsvoll, dass Guirassy am Freitag wieder mit dem Team trainieren kann und entsprechend in Freiburg eine Option ist: "Wir gehen davon aus, dass das funktioniert und er wieder zur Verfügung steht."

So oder so ist klar, dass es im 3-5-2-System keine klassischen Außenstürmer mehr gibt. Für Jamie Gittens keine guten Nachrichten. Kovac versprach dem Youngster dennoch Einsatzzeiten in den kommenden Wochen: "Gegen Mainz haben wir mit zwei Stürmern gespielt. Das bedeutet natürlich, dass wir einen Außenspieler verlieren. Ich habe das mit ihm besprochen. Das heißt aber nicht, dass er außen vor ist. Er wird seine Minuten in den kommenden Wochen bekommen."

Bleibt es beim Mainz-System, dürften die Schienen in Freiburg aber defensiver ausgerichtet und eher mit Julian Ryerson und Daniel Svensson besetzt werden. Ryerson würde dann von links wieder nach rechts rücken.

Im Mittelfeldzentrum ist Felix Nmecha wieder ein Thema - zumindest für den Kader. Kovac hatte am Donnerstag gute Neuigkeiten zum 24-Jährigen, der im Verlauf der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. "Felix Nmecha hat heute voll mittrainiert und ist am Wochenende hoffentlich wieder Bestandteil des Kaders", so der BVB-Coach.


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