BVB auf dem Weg aus der Krise? So macht Kovac seinen Stars Beine
Von Dominik Hager

Der BVB kann es doch noch! Das 6:0 der Schwarz-Gelben gegen Union Berlin war ein echter Befreiungsschlag für die Männer von Niko Kovac. Trotz des Rückschlags gegen Bochum im kleinen Revierderby hat man den Eindruck, dass die Maßnahmen des neuen Trainers so langsam greifen. Die Bild hat mehrere Gründe dafür ausfindig gemacht, warum es bei den Dortmundern bergauf geht und auch die Champions-League-Ränge bei nur noch sieben Punkten Rückstand nicht mehr unerreichbar erscheinen.
Vorrangig zu nennen ist die "Malocher-Mentalität", die Kovac dem Team mitgibt. Fußballerisch vermisst man noch immer die ganz große Kunst, jedoch werden seine Vorgaben in Sachen Leidenschaft von den Stars erfüllt. Kovac setzt nicht auf ausgefallene Taktiken, sondern greift lieber zu den Grundtugenden zurück, zu denen auch lange Bälle und Flanken gehören. Die Trainingseinheiten sind dem Bericht zufolge zudem länger und härter und sollen die Profis optimal für den Wettbewerb fit machen.
BVB-Stars kommen wieder ins Fahrt
Schon jetzt ist ersichtlich, dass die Leistungskurve bei einigen Stars deutlich nach oben geht. Vorrangig zu nennen wäre Pascal Groß, der endlich wieder für Gefahr mit seinen Pässen und Flanken sorgt. Gegen Union Berlin hat der zuvor oft schläfrig agierende 33-Jährige gleich vier Tore vorbereitet. Mit drei Scorer-Punkten meldete sich auch Maximilian Beier zurück, nachem er in der laufenden Saison viele Tiefen und nur wenige Höhen durchlebt hat. Ein wesentlicher Faktor spielt auch der geplatzte Tor-Knoten von Serhou Guirassy. Der Stürmer musste sich einiges an Kritik anhören, aber spätestens nach seinem Viererpack gegen Union dürften diese Stimmen der Vergangenheit angehören.
Der Formanstieg bei einigen Stars hat auch damit zu tun, dass Kovac ihnen Rollen gibt, in denen sie ihre Stärken besser ausleben können. Zudem stellt er sich konsequent hinter seine Spieler, selbst nach dem Spiel gegen Bochum, bei dem fast alle Stars ein Interview mit der Presse vermieden hatten.
Während Nuri Sahin gerne rotierte und die Stars mal auf der einen und mal auf der anderen Position brachte, setzt Kovac auf eine klare Hierarchie und Stammmannschaft. Dadurch spielen sich die Abläufe besser ein und das Selbstvertrauen steigt. Hierbei sei aber auch anzumerken, dass Sahin über weite Strecken seiner Trainerzeit deutlich mehr Ausfälle verkraften musste.
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