Bericht: So sieht Niko Kovac seine Zukunft beim BVB
Von Simon Zimmermann

Seit neun Spielen sitzt Niko Kovac mittlerweile auf der Trainerbank von Borussia Dortmund. Seine Bilanz ist mit vier Siege, zwei Remis und drei Niederlagen ausbaufähig. Immerhin hat es Schwarzgelb unter dem 53-Jährigen ins Viertelfinale der Champions League geschafft. In der Bundesliga hinkt der BVB mit Platz zehn aber den Ansprüchen weit hinterher.
Das größte Dortmunder Problem konnte bislang auch Kovac nicht lösen: Die haarsträubende Inkonstanz. Mal legt Schwarzgelb beeindruckende Auftritte hin - wie zuletzt beim 6:0-Heimsieg über Union Berlin oder im Achtelfinal-Rückspiel in Lille -, mal präsentiert man sich unerklärlich schwach - wie zuletzt beim 0:1 gegen Augsburg oder dem 0:2 in Bochum.
Wohin die Reise in Dortmund geht, ist demnach weiter völlig ungewiss. Auch die Zukunft von Kovac als BVB-Trainer. Als die Verantwortlichen bei Sahin die Reißleine zogen, wollte man einen Trainer verpflichten, der schnellen Erfolg liefern kann und zunächst weniger den Blick auf die mittel- bis langfristige Entwicklung legt. Die Wahl fiel auf Kovac, der es aber zur Bedingung machte, einen Vertrag über die Saison hinaus zu erhalten. Bis 2026 steht der Deutsch-Kroate unter Vertrag.
Kovac hofft auf "BVB-Projekt"
Zuletzt berichtete Sky bereits, dass es keine festgelegte Klausel geben soll, um sich schon am Saisonende von Kovac trennen zu können. In diesem Fall wäre aber die Abfindung zumindest geregelt. Kovac würde die Hälfte seines ausstehenden Jahresgehalts bekommen. Inklusive der Bezüge seiner Co-Trainer würde eine vorzeitige Kovac-Trennung den BVB demnach rund drei Millionen Euro kosten.
Der BVB-Trainer will daran aber gar nicht denken. Vielmehr hoffe er auf ein langfristiges Projekt in Dortmund und wolle bei Schwarzgelb etwas aufbauen - so berichtet es zumindest Sky-Reporter Patrick Berger. Dass er die Chance dazu bekommt hängt stark am weiteren Abschneiden in der Bundesliga ab. Kovac sollte es mit seinem Team wenigstens in die Europa League schaffen - ansonsten kann man sich einen großen Kader-Umbruch beim BVB mit Kovac als Trainer kaum vorstellen.
Eine kleine Hoffnung auf die Champions-League-Quali dürfte man in Dortmund auch noch haben. Am Samstagabend könnte das Gastspiel in Leipzig (18:30 Uhr) eine Art Endspiel für die Königsklasse werden. Schafft Kovac die Top vier der Tabelle doch noch, dürfte sein Verbleib über die Saison hinaus feststehen. Auch finanziell würde sich das aus seiner Sicht lohnen. Laut Sportbild würde er eine Prämie von 750.000 Euro erhalten.
feed